Begeg­nung

In der inne­ren Hin­wen­dung zum — mir ent­ge­gen­flies­sen­den — Atem­strom, mit dem ich in Kon­takt kom­me, indem ich in ihm unter­tau­che, liegt das Moment der Begeg­nung, des Kon­tak­tes, aus dem etwas Neu­es her­vor­geht und das ist beim Sin­gen der freie Ton. Dar­in liegt der Gedan­ke, dass künst­le­ri­sches Tun – und wohl über­haupt ein sozu­sa­gen frucht­bar sich ent­wi­ckeln­des Leben —  grund­sätz­lich Begeg­nung, Kon­takt, Bezie­hung ist und erst die­ser inne­re oder äus­se­re Zusam­men­schluss mich zu mir kom­men lässt und damit ord­nend und hei­lend wirkt und die Bedin­gun­gen schafft, aus denen — im Leben wie im Sin­gen — etwas leben­dig Trag­fä­hi­ges ent­ste­hen kann.