Beglei­ten­der Unter­richt All­ge­mein

Sin­gen kann wohl­tu­en­der und sta­bi­li­sie­ren­der Lebens-Beglei­ter sein, weil es bele­bend und auf­bau­end wirkt und mich durch die schritt­wei­se “Aus­wick­lung” mei­ner urei­ge­nen Gesangs­stim­me immer erin­nert an das, was mich von innen her trägt und erneu­ert.

Da der gesam­te Vor­gang des Sin­gens tief im Men­schen ver­an­kert ist, kann es dabei immer wie­der um Pro­zes­se gehen, die „rei­fen“ kön­nen müs­sen, die man nicht erzwin­gen kann. Das, was im Unter­richt ange­stos­sen wird, was der/die Sin­gen­de selbst neu ent­deckt, muss sozu­sa­gen im Sys­tem und im Leben Krei­se zie­hen kön­nen, um wirk­lich sei­ne Wir­kung ent­fal­ten zu kön­nen. Es ist, als kön­ne man inner­lich an einem Ent­wick­lungs­fa­den ent­lang­ge­hen, der sich nur in sei­ner eige­nen Dyna­mik abwi­ckeln kann. Des­halb kön­nen Geduld und Aus­dau­er gefragt sein, um eine wirk­lich nach­hal­ti­ge Ver­än­de­rung und Ent­wick­lung zu errei­chen. So bie­tet sich für eine Wei­le ein regel­mäs­sig beglei­ten­der Gesangs­un­ter­richt an, um einen ver­läss­li­chen Rah­men für die­se vom Sin­gen­den, von der Gesangs­stim­me selbst aus­ge­hen­den Pro­zes­se zu haben, die letzt­end­lich zu neu­er Selbst­kom­pe­tenz füh­ren und damit wie­der unab­hän­gig machen vom beglei­ten­den Unter­richt.