Ganz­heit

Erst der Zusam­men­schluss, der schöp­fe­risch-inte­grie­ren­de Aus­gleich des Men­schen als Gesamt­heit lässt den frei­en Ton ent­ste­hen. So ist das all­mäh­li­che Auf­schlies­sen und Inte­grie­ren der ver­schie­de­nen Räu­me und Kräf­te ein Ziel des Gesangs­un­ter­rich­tes, damit das Sin­gen sich mit der Zeit frei ent­fal­ten und auf­blü­hen kann. Es geht dabei aber auch grund­sätz­lich dar­um, dass alles, was ich von mei­ner Ganz­heit nicht ver­wirk­li­che, unter­grün­dig — sowohl im Leben als auch im Sin­gen — sozu­sa­gen gegen mich arbei­tet und, indem es sich unter­be­wusst in etwas Destruk­ti­ves, Hem­men­des ver­wan­delt, eigent­lich anzeigt, dass es erlöst, inte­griert wer­den will. So ist Ganz­wer­dung auch Hei­lung, Zu-sich-Kom­men und grund­sätz­li­che Lebens­hal­tung und die­se kann über den sän­ge­ri­schen Weg ganz kon­kret erlebt und gesucht wer­den.