Singen als Weg

Singen als Weg, um – über die Entwicklung der Stimme – zu sich zu kommen und sich als Mensch zu entfalten

für alle, die viel singen


Viele Menschen engagieren sich singend sehr, investieren sehr viel Zeit, Liebe und Kraft ins Singen, sei es mit einer eigenen Band, mit selbst komponierten Liedern, im Vokalensemble, mit Soloauftritten in der Kirche, im Chor, im Extrachor der Oper, oder in sonstigen Musikformationen. Da ist es hilfreich, das Wissen um die eigene Stimme zu vertiefen und im begleitenden Gesangsunterricht die Stimme nach und nach immer bewusster an die „innere Quelle“ anzuschliessen, damit sie nachhaltig gesund bleibt und ihre ganze Ausdruckskraft entfalten kann.

bei sängerischen Problemen


Bei intensiv betriebenem Singen können mit der Zeit alle möglichen sängerischen Probleme auftreten, die darauf hinweisen, dass die Stimme noch nicht ganz im Lot, noch nicht wirklich frei ist, was zu mehr oder weniger gefährlichen Abnutzungserscheinungen führen kann. Diese Probleme können unter anderem sein: Intonationsprobleme, Unausgeglichenheit im Klang, Gepresstheit im Ton, Zungendruck („Knödeln“), übertriebene Nasalität, Eingeschränktheit im Tonumfang, Heiser-Werden, schnelles Müde-Werden der Stimme, „Luft“ auf der Stimme usw.
Damit die Stimme freie Töne hervorbringen kann, müssen der Körper und sein Energiefluss geöffnet sein. Nur so kann sich der Ton sicher im Körper verankern, um dann frei über ihn hinauszugehen. Wenn ich mich körperlich-seelisch zentriere, meine Kräfte innerlich zusammenschliesse, können von dieser sich bildenden Mitte aus die verschiedenen Klang- und Energieräume miteinander in Beziehung gesetzt und damit aufgeschlossen und integriert werden. Auf diese Weise „schmelzen“ Blockaden, die verschiedenen Unausgeglichenheiten harmonisieren sich und alle Kräfte und Räume finden mit der Zeit zu einem lebendigen Gleichgewicht, das den freien Ton hervorbringt.
Die eigene Gesangsstimme kann auf diese Art ganz neu als lebendiges (eigentlich von Natur aus freies und altersloses) „Wesen“ wiederentdeckt werden, das durch die ihm innewohnende Dynamik selbst aufzeigt, was es zu seiner Entfaltung und Befreiung braucht. So wird Singen enorm beglückend und befreit sich nach und nach aus Enge, Stress und Überforderung.

bei biografischen Engpässen, Krisen, Neuorientierungen


Singen wirkt grundsätzlich aufbauend, kräftigend und belebend und kann deshalb in schwierigen Zeiten ein Halt und Orientierung gebender Begleiter sein. Auch wird Singen oft mehr oder weniger unbewusst gerade von den Menschen gesucht und geliebt, die mit biografisch bedingten Blockaden und Verletzungen zu kämpfen haben, weil im Singen offenbar eine Kraft liegt, die den Singenden von innen heraus verwandeln kann. Wenn ich mich singend bewusst mir selbst zuwende und aus dieser Verbindung heraus beginne zu singen, rührt das ganz direkt an meine innere Lebendigkeit, an meinen Wunsch, mich auszudrücken. Damit wird eine Bewegung angestossen, die zu einer Heilbewegung werden kann, weil das angesprochene Innere (parallel zu meiner Gesangsstimme) sich nach und nach „auswickelt“ und befreit, indem es alte Verkrustungen, Blockaden und Engheiten ins Fliessen bringt und so schöpferisch sich belebend immer weitere „Heilkreise“ in mir zieht. Auf diese Weise werden die – in der Kindheit schützenden, im Erwachsenenalter hemmenden – Blockaden „geschmolzen“ und verwandeln sich in lebendige, innerlich angeschlossene Kräfte, die das Leben von innen her wieder zum Blühen bringen.

für alle, die “nicht singen können”


Alle Menschen, die sich wirklich darauf einlassen wollen, können singen. Auch die, die „nicht singen können“.
Viele Menschen leben mit einer starken, untergründigen Sehnsucht nach dem Singen, trauen sich aber nicht, diese auszuleben. Manche haben vielleicht das Gefühl, als Kind durchaus schön und richtig gesungen zu haben, fühlen sich heute aber meilenweit davon entfernt und ausserstande, ein Lied richtig wiederzugeben.
Andere – und das sind leider sehr viele – haben in der Kindheit gehört, dass sie nicht singen können, dass sie lieber den Mund halten sollen. Und obwohl sie gerne singen würden, erzeugt diese Kindheitserfahrung eine unüberwindliche Blockade und sie scheinen tatsächlich keinen Ton treffen zu können.
Indem wir uns innerlich „einmitten“, über den Fluss des Atems sozusagen in einen Dialog mit uns selbst treten, können wir die ursprünglich schöpferischen Kräfte, aus denen das Singen entspringt, wieder aktivieren. Es ist, als würde sich auf diese Weise ein Funke im Singenden entzünden, der die ureigene Gesangsstimme (wieder) zum Vorschein bringt, die dann nach und nach immer mehr erkraften und Sicherheit gewinnen kann.
Es ist wunderschön, die echte, tiefe Freude zu erleben, die entsteht, wenn ein Mensch feststellt, dass er/sie eben doch singen kann, dass es sozusagen das Natürlichste von der Welt ist, zu singen und sich singend auszudrücken.

Singen als menschlicher Entwicklungsweg


Im Vorgang des Singens spiegelt sich auf erstaunliche Weise der ganze Mensch in seiner Komplexität. Wenn ich diese Parallelität erlebe, kann ich über das Singen ganz konkret einen inneren Weg gehen, mich durch die wachsende Freude am Singen leiten lassen zu immer grösserer Authentizität und Erfülltheit. So entsteht, indem ich beim Singen bewusst Kontakt aufnehme mit meiner inneren Lebendigkeit, eine Art schöpferischer Ausgleich der Kräfte, eine lebendige Mitte, die das ganze System neu ordnen und harmonisieren kann. Auf diese Weise zeigt mir die fortschreitende “Ent-Wicklung” meiner Stimme immer neue innere Themen auf, die über das „gemittete Singen” ins Fliessen gebracht und verwandelt werden wollen und meine Gesangsstimme wird zum kraftvollen Wegweiser auf dem Weg zu mir selbst.

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