Singen als Weg

bei sängerischen Problemen

Bei intensiv betriebenem Singen können mit der Zeit alle möglichen sängerischen Probleme auftreten, die darauf hinweisen, dass die Stimme noch nicht ganz im Lot, noch nicht wirklich frei ist, was zu mehr oder weniger gefährlichen Abnutzungserscheinungen führen kann. Diese Probleme können unter anderem sein: Intonationsprobleme, Unausgeglichenheit im Klang, Gepresstheit im Ton, Zungendruck („Knödeln“), übertriebene Nasalität, Eingeschränktheit im Tonumfang, Heiser-Werden, schnelles Müde-Werden der Stimme, „Luft“ auf der Stimme usw.

Damit die Stimme freie Töne hervorbringen kann, müssen der Körper und sein Energiefluss geöffnet sein. Nur so kann sich der Ton sicher im Körper verankern, um dann frei über ihn hinauszugehen. Wenn ich mich körperlich-seelisch zentriere, meine Kräfte innerlich zusammenschliesse, können von dieser sich bildenden Mitte aus die verschiedenen Klang- und Energieräume miteinander in Beziehung gesetzt und damit aufgeschlossen und integriert werden. Auf diese Weise „schmelzen“ Blockaden, die verschiedenen Unausgeglichenheiten harmonisieren sich und alle Kräfte und Räume finden mit der Zeit zu einem lebendigen Gleichgewicht, das den freien Ton hervorbringt.

Die eigene Gesangsstimme kann auf diese Art ganz neu als lebendiges (eigentlich von Natur aus freies und altersloses) „Wesen“ wiederentdeckt werden, das durch die ihm innewohnende Dynamik selbst aufzeigt, was es zu seiner Entfaltung und Befreiung braucht. So wird Singen enorm beglückend und befreit sich nach und nach aus Enge, Stress und Überforderung.

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