Val­borg Wer­beck, Anthro­po­so­phie

Val­borg Wer­beck-Svärd­ström (geb. 1879, gest. 1972) war eine inter­na­tio­nal bekann­te Sän­ge­rin aus Schwe­den, die 1908 Rudolf Stei­ner und der Anthro­po­so­phie begeg­ne­te. Da sie selbst in ihrer – sän­ge­risch hoch­be­gab­ten – Jugend erleb­te, dass ver­ein­sei­tig­ter Gesangs­un­ter­richt der Stim­me erheb­lich scha­den kann, such­te sie, ange­stos­sen durch regel­mäs­si­ge Anre­gun­gen Rudolf Stei­ners, selbst zu erfor­schen, was bewuss­ter, den Men­schen in sei­ner geis­tig-see­lisch-kör­per­li­chen Ganz­heit berück­sich­ti­gen­der Gesang bedeu­tet. Ihre dies­be­züg­li­chen Ergeb­nis­se hat sie in dem Buch „Die Schu­le der Stimm­ent­hül­lung“ zusam­men­ge­fasst.

In mei­ner Arbeit erle­be ich, dass die­ser Gesangs­an­satz aus der Tie­fe her­aus har­mo­ni­sie­rend, ord­nend und ver­wan­delnd wir­ken kann und gleich­zei­tig auf beein­dru­ckend wirk­sa­me Wei­se eine gesun­de, lebens­vol­le, im gesam­ten Men­schen ver­an­ker­te Gesangs­stim­me zum Vor­schein bringt, die zum leben­di­gen Spie­gel wird für das befrei­te Zusam­men­klin­gen der ver­schie­de­nen Ebe­nen und Kräf­te, die sich im sin­gen­den Men­schen schöp­fe­risch ver­ei­nen und ihn so „sei­ne Stim­me“ fin­den las­sen.